Pressemitteilungen 2010
20.07.2010: Alte Räder für junge Leute
In strahlende Gesichter schaute Irmgard Deiß, Mitarbeiterin der Hilfswerk-Siedlung GmbH (HWS), als fast ein Dutzend Fahrräder an die Lipschitz-Kids übergeben wurden. Alte herrenlose Räder in der Gropiusstadt wurden zuvor von der HWS eingesammelt, durch Kubus gGmbH repariert und schließlich im Juni den Betreuern, Eltern und Kindern der Lipschitz-Kids überlassen.
In den Kellern und Wohnhäusern der HWS in der Berliner Gropiusstadt sammeln sich im Laufe der Zeit viele Fahrräder an, die keine Besitzer mehr haben. Die Räder sind kaputt und haben oft nur noch Schrottwert. Ein Hauswart der HWS hatte die Idee diese Räder einzusammeln und reparieren zu lassen. Gesagt – getan. Die Räder wurden in das Werkstatt- und Beschäftigungszentrum der Kubus gGmbH gebracht. In der dortigen Fahrradwerkstatt haben die Mitarbeiter die nötige Erfahrung und handwerkliches Können um die Räder wieder herzustellen. Mit finanzieller Unterstützung der HWS, um das Material zu bezahlen, wurden die gebrauchsuntüchtigen Räder aufgearbeitet und wieder fahrtüchtig gemacht.
Nach wochenlanger Arbeit war es im Juni soweit. Irmgard Deiß, die sich in der HWS um das soziale Management kümmert, und der die Gropiusstadt sehr am Herzen liegt, war bei der Übergabe der Räder dabei. Viele Eltern und Kinder die die Lipschitz-Kids, einen Treffpunkt für junge Anwohner rund um die Lipschitzallee, regelmäßig besuchen, sind gekommen um dabei zu sein. Die Lipschitz-Kids sind ein vom Jugendamt Neukölln finanziertes Projekt des Jugendhilfeträgers Thessa e. V.
Die aufpolierten Fahrräder wurden schnell in Beschlag genommen. Während die Erwachsenen bei Kaffee und Kuchen Pläne für zukünftige Ausflüge schmiedeten, wurden die Räder von den Kids auf Herz und Nieren getestet. Besonders für Eltern mit Migrationshintergrund und ihre Kinder ist es oft nicht leicht aus dem Stadtviertel herauszukommen oder preiswert etwas zu unternehmen. Mit den neuen Rädern und der Organisation durch die Lipschitz-Kids können nun Touren ins nahe Umland unternommen werden.
Die glücklichen Gesichter sowie die Begeisterung, mit der die Räder aufgenommen wurden sind ein schöner Dank. Die HWS verwaltet in der Gropiusstadt über 1500 eigene Wohnungen. Für die Anwohner gibt es viele soziale Projekte, die von der HWS unterstützt werden. So zum Beispiel auch das Waschhaus-Café, ein Nachbarschaftstreffpunkt, in welchem gerade der Hartz-IV Kochkurs bis Anfang 2011 verlängert wurde.
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